Wandern auf dem Ruhrhöhenweg von Essen-Werden bis zur Mündung 39,4 Km

Wandern auf dem Ruhrhöhenweg von Essen-Werden bis zur Mündung 39,4 Km

In Werden passiert der Ruhrhöhenweg unterhalb der Brehminsel die Ruhr und steuert die Folkwang Universität der Künste an. Das Hauptgebäude der Folkwang Universität befindet sich in einem Gebäude des ehemaligen Klosters Werden, das wohl ab 799 durch Liudger, den späteren ersten Bischof von Münster, gegründet wurde. Rund um das Kloster entstand nach und nach die Stadt Werden, die 1929 nach Essen eingemeindet wurde.

Am Ende des Oefter Tals erreicht der Ruhrhöhenweg den Charlottenhof. Der Unternehmer und NS-Kriegsverbrecher Friedrich Flick – zwischenzeitlich reichster Mann Deutschlands – ließ den Charlottenhof in den 1920er Jahren errichten. Gewohnt hat er hier nie, er stellte die Villa der Volkswohlfahrt und später der Organisation Todt zur Verfügung. Ursprünglich war das Haupthaus der Villa ein zweigeschossiger Putzbau, in dessen Mitte zur Ruhr hin sich ein turmartiger Vorbau befand. Heute nutzt das Bistum Essen den Charlottenhof als Jugendbildungsstätte St. Altfrid.

Vom Charlottenhof geht es vorbei an der Fachklinik Rhein-Ruhr zur ehemaligen Rindersberger Mühle von 1745. Hier im Essener Stadtteil Kettwig endet die Tagestour auf dem Ruhrhöhenweg.

Bei Mintard spannt sich auf einer Länge von 1.800m die Ruhrtalbrücke, die längste stählerne Straßenbrücke Deutschlands, über die die Autobahn A 52 von Düsseldorf nach Essen leitet. Man wandert durch das Naturschutzgebiet Oberläufe des Wambachs hinein ins nächste Naturschutzgebiet: Wambachtal und Oembergmoor.

Jetzt führt der Ruhrhöhenweg in den 600ha großen Duisburger Stadtwald und durchläuft diesen nordwärts hinauf zum Zoo Duisburg. Der 1934 gegründete Zoo Duisburg ist mit rund 1 Mio. Besuchern jährlich ein beliebtes Ausflugsziel und vor allem durch das Delfinarium und die Koala-Zucht überregional bekannt.

Parallel zum Zoo steuert der Ruhrhöhenweg den Kaiserberg (78m) an und marschiert über diesen zum gleichnamigen Autobahnkreuz, auf dem sich die A 40 und die A 3 treffen. Hinter dem Autobahnkreuz fließt die Ruhr, der der Ruhrhöhenweg nun folgt.

Man läuft vorbei an den Duisburg-Ruhrorter Häfen am anderen Ruhrufer. Die Duisburger Häfen gelten als größter Binnenhafen der Welt.

Man geht über den Ruhrdeich weiter westwärts, bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein. Die Mündung ist markiert durch die 1992 entstandene Skulptur Rheinorange des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch. An der Ruhr-Mündung knickt der Ruhrhöhenweg ein letztes Mal nach Süden ab und leitet den Wanderer nach Neuenkamp, dem Ziel des Ruhrhöhenwegs.

 

 

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