Wasserschloss Haus Wellberg bei Ochtrup eine kleine Wanderung ums Wasserschloss

Sie haben an einen schönen Sonnigen Tag mal nichts vor. Da habe ich was für euch. Besucht mal das Wasserschloss Haus Wellberg.

Wasserschloss Haus Wellberg

Haus Welbergen gehört sicherlich zu den schönsten im Münsterland. Obwohl die Wasserburg nicht so bekannt ist wie manch anderes Schloss in Westfalen, steht sie ihnen jedoch an Schönheit und Reiz in Nichts nach. Eingebettet in ein kleines Waldgebiet befindet sich das Haus Welbergen ca. 5 km von Ochtrup entfernt.

Ihr solltet aber mit einem kleinen Spaziergang rund um Haus Welbergen beginnen. Der Weg führt entlang der Gräften durch ein kleines Waldgebiet und gibt immer wieder unterschiedliche und reizvolle Blicke auf das Haus Welbergen frei. Der Wechsel der Perspektiven und der Eindrücke ist wirklich erstaunlich. Jenseits der Marienkapelle befindet sich noch ein ehemaliger Renaissancegarten.


Auf der Brücke steht eine von Cornelius Sasse geschaffene Skulptur des Johannes Nepomuk

Auch für Radfahrer gibt es einen Rundkurs von 310 km das ist die 100 Schlösser Route zum Haus Welbergen. Lassen Sie das Fahrrad ein paar Minuten stehen, genießen Sie den Park und nutzen Sie die schönen Wege rund um das historische Gebäude.

Hier auch der Film bei YouTube

Vom Gräftenhof zur Wasserburg

Ein Gräftenhof ist dort, wo jetzt Haus Welbergen steht, zum ersten Mal 1282 erwähnt. Die „Herren von Welleberghe“ wohnten 1298 bis 1330 auf dem Gut. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde es zur Wasserburg ausgebaut. Die Anlage besteht aus einer Vor- und einer Hauptburg und ist von einem Gräftenring umgeben.

Der Besucher gelangt über eine Zugbrücke in den Wirtschaftshof der Vorburg, der vom Torhaus und den Wirtschaftsgebäuden und Stallungen auf der einen Seite und von einer Mauer mit runden Ecktürmchen und Kapelle auf der anderen Seite begrenzt wird. Inmitten des Innenhofs der Schlossanlage befindet sich der kleine, jedoch sehr sehenswerte Garten. 
Es fanden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Besitzerwechsel statt, bis Ende der 1920er Jahre die Wasserburg an den Bankier Jordaan van Heek verkauft wurde. Nach dem Tode seiner Witwe Bertha Jordaan van Heek ging Haus Welbergen mit einem umfangreichen Grundbesitz in eine Stiftung über, die den Namen der Stifterin Bertha Jordaan van Heek trägt.

Geschichte und Architektur:

Die umgräftete Anlage steht etwa 1,5 km südlich von Bökerhook. Sie ist seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar und besteht aus dem Herrenhaus, der unregelmäßigen Vorburg und Nebengebäuden. Die Herren von Welleberghe residierten von 1298 bis 1330 auf dem Gut. Das Wohnhaus steht in einem erweiterten Abschnitt der Hauptgräfte frei im Wasser. Die baumumstandene Anlage befindet sich inmitten eines ausgedehnten Grabensystems, das vom Gauxbach gespeist wird.
Der Neubau des Herrenhauses erfolgte von 1560 bis 1570 durch Christian von Oldenhus. Er integrierte einen schmalen, unterkellerten Vorbau im Südwesten. Eine durchgreifende Innenrenovierung, mit Neueinbau von Fenstern und Treppenhaus, fand von 1730 bis 1733 statt. Die Stuckdekorationen an den Kaminen und Decken wurden von 1744 bis 1746 umfassend restauriert und nach Bedarf rekonstruiert. Die Erneuerung der Giebel und Firstkamine erfolgte 1776. Der Torhausflügel der Vorburg und die Ringmauer mit drei Pavillons entstand wohl von 1625 bis 1632. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden sie teilweise erneuert und im Inneren mit Stuckelementen versehen. Der mittlere Pavillon wird seit 1731 als sog. Marienkapelle genutzt. Die Ausstattung ist aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zur Anlage gehören weitere Remisen- und Wirtschaftsgebäude von 1745 und 1890. Das Herrenhaus ist ein siebenachsiges, rechteckiges Backsteingebäude mit Dreistaffelgiebeln. Es ist regelmäßig durch Fenster und Gesimse aus Werkstein gegliedert. Eine einachsige Auslucht mit einem Dreistaffelgiebel ist in der Hauptfassade asymmetrisch angeordnet. Das Portal ist mit 1731 bezeichnet. An der Südfassade befindet sich ein Abtritterker. Über der Feuerstelle in der Küche ist ein hölzerner Rauchfang angebracht; über einem gewölbten Keller befindet sich eine Upkammer. Der Zugang zur Vorburg erfolgt über die ehemalige Zugbrücke. Das Torhaus ist mit einem Dreistaffelgiebel ausgestattet. Die angrenzenden Wirtschafts- und Remisengebäude sind aus Backstein gemauert und sparsam mit Werkstein gegliedert. Der Garten wurde von 1965 bis 1966 angelegt. Nordöstlich vorgelagert steht eine Wassermühle mit Remise, der eingeschossige Fachwerkbau unter einem Knüppelwalmdach ist mit Backstein ausgefacht. Er ist mit 1802 bezeichnet. Hinter der Mühle befand sich der ehemalige, umgräftete Barockgarten, ein Torpfeiler ist mit 1730 bezeichnet. Ein weiteres Torpfeilerpaar steht südlich des Speichers. Es diente als Zugang zum ehemaligen Landschaftsgarten des späten 18. Jahrhunderts. Die Hauptzufahrt führt über eine Sandsteinbrücke von 1755.

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